Utopie II: Der Ort

Utopie, zunächst ein Bild nur, klein und fern. Fernweh spüren, die Sehnsucht, ganz woanders, an einem unbetretenen Ort zu sein. Näher rangehen, ahnen, dass dies doch kein Bild von woanders ist, sondern von einem besseren Hier. Fernweh weicht dem Heimweh, die Sehnsucht, im eigenen Bett aufzuwachen und sich ein für alle mal frei, geborgen und …

Utopie I: Das Wort

Utopie, ein schillerndes Wort. Der Nichtort, der zugleich der gute Ort sein soll. Als wäre Nichtsein gleichbedeutend mit Gutsein. Wie nihilistisch! Dabei liegt hier eine Sinnverschiebung vor – der gute Ort müsste Eutopie heißen. Eu-/Dys- : gut/schlecht. In unseren Gesellschaftsentwürfen derweil herrscht der Gegensatz Utopie/Dystopie. Ein nur scheinbarer Gegensatz, zumal beide Wörter mit einem einzigen …