Presse

Spiegel Online: eines der wichtigsten Bücher der Saison im Literaturherbst 2017

 

[Coles] Sprache benötigt Konzentration, bleibt aber stets klar. Sie wechselt virtuos die Perspektiven, die Zeitströme, zitiert alte Volkssagen und das Buch ihres eigenen Protagonisten. „Die grüne Grenze“ ist ein Deutschlandbuch, das ohne jedes Klischee auskommt und trotz seiner fast 500 Seiten nie aufgebläht wirkt.

Jochen Overbeck, Spiegel Online, 18. September 2017

 

»›Die grüne Grenze‹ ist ein Debüt, das staunen macht, höchster Preise wert. Der Reichtum an Erzählsträngen wird nicht durch eine Armut im Stil erkauft, Poesie und Fantasie gehen eine glückliche Liaison ein, von der Historie strengem Blick bewacht. Isabel Fargo Cole ruft nicht nur Harz und Brocken zurück in die ambitionierte Gegenwartsliteratur. Sie modelliert deutsche Geschichte, sodass daraus ein überzeitlicher Weckruf wird.«

Cicero 10/2017

 

Wie unfassbar gut dieses Buch ist! […] Die Stimme, die da durch den Schriftsteller Thomas Grünberg und seine Tochter Eli spricht, gehört einer Frau, Jahrgang 1973, geboren in Galena, Illinois, USA, der die untergegangene DDR ein mythischer, utopischer, unwahrscheinlicher Ort gewesen sein muss. Und zugleich ein vertrauter
Ort, übersetzte sie doch DDR-Autoren wie Franz Fühmann ins Englische. Zugleich nah und fern, so wie den Mönchen des frühen Mittelalters ihr Nachbarort war, dem sie den Namen »Eli Lenti« gaben, fremdes Land. So klingt auch Isabel Fargo Coles Sprache: Es ist die Sprache der verschobenen Realitäten, fast die der Märchen, üppig wuchernd wie der Herkynische Wald.

Jungle World, Oktober 2017

 

Podcast Lesung und Gespräch, Deutschlandfunk Kultur (Bücherherbst 2017)

 

Isabel Fargo Cole spielt in ihrem ersten Roman sehr souverän mit der Idee, dass Realität immer auch ihr Gegenteil beinhalten kann, und ihre Personen suchen nach Antworten, die es nicht wirklich gibt. Ähnlich wie in der Literatur Wolfgang Hilbigs, die sie ins Englische übersetzte, ist auch ihr Personal auf der Suche nach Halt, doch in unklaren Erinnerungen gibt es nur die Möglichkeit kreiselnder Bewegung, und diesen Prozess mit all seinen Geistern der Vergangenheit gibt ihr Roman vielschichtig und faszinierend wieder.

Lore Kleinert, Neue Buchtipps

 

Das komplexe wie vielstimmige Werk strahlt eine besondere Sprachkraft aus […].  „Die grüne Grenze“ stellt eine Bereicherung der Roman-Auswahl über die Zeit der DDR und eine spannende wie lehrreiche Lektüre dar […].

Constanze Matthes, Zeichen & Zeiten, 20. September 2017

 

Interview in der Volksstimme, 5. September 2017